Eckpunkte einer guten Pferdehaltung

Aus den Arbeitspferden von Einst sind heute in der Mehrheit "Freizeit-Kumpel" geworden. Tägliche "Einsatzzeiten" haben sich mit dieser Entwicklung drastisch für unsere Pferde verringert.

Auch für unsere Pferde dauert ein Tag 24 Stunden. Der Pferdetag ist nicht so deutlich in Nacht und Tag getrennt.

Welche Freiräume bieten wir in der heutigen Zeit unseren Pferden?

Leider gibt es keine ideale Lösung für jeden Pferdebesitzer und jedes Pferd. So haben sich unterschiedliche Varianten herausgebildet, wobei ein gutes und ausgewogenes Pferdefutter immer extrem wichtig ist.

Die Offenstallhaltung ist eine natürliche Haltungsform. Die Pferde stehen in der Herde auf einer Weide oder auf einem Paddock. Zum Schutz vor schlechtem Wetter, Hitze etc. haben sie einen Stall, den sie wann immer sie wollen, betreten können. Sie werden im Allgemeinen robuster und weniger anfällig für Krankheiten.

Der Laufstall ist meistens ein großer Raum in dem sich die Pferde frei bewegen. Der komplette Stall ist eingestreut. Man könnte einen Laufstall mit einer sehr großen Boxe vergleichen. In einem Laufstall leben mehrere Pferde zusammen auch werden oft Zuchtstuten mit ihren Fohlen in diesen Ställen untergebracht. Der große Vorteil hierbei ist die ständige Bewegung sowie der genügende Platz um sich hinzulegen. Auch der Sozialkontakt zu den übrigen Pferden kann gepflegt werden.

In zahlreichen Ställen gibt es noch die Haltung von Pferden in Einzelboxen. Eine solche Haltungsform kann akzeptabel sein, wenn die wichtigen Punkte der artgerechten Haltung berücksichtigt werden. Diese sind: ausreichend Bewegung auf Paddock oder Weide, Sozialkontakte zu anderen Pferden und viel frische Luft. Es ist also somit klar, dass die Aufstallung eines Pferdes in einer Innenbox ohne Fenster und damit ohne Tageslicht bereits nicht einer artgemäßen Pferdehaltung entspricht. Kommt dann noch ein muffiges, warmes Stallklima hinzu und wird das Pferd maximal für eine Stunde am Tag aus seiner "Haft" entlassen, so wird es nicht mehr lange dauern, bis sich Krankheiten und Verhaltensstörungen entwickeln.