Warum Sie eine Haftpflicht für Ihren Hunde brauchen

Schäden, die durch zahme Haustiere wie zum Beispiel Kanarienvögel, Meerschweinchen oder Katzen hervorgerufen werden, sind in der privaten Haftpflichtversicherung mitversichert. Dies gilt aber explizit nicht für Hunde, Pferde oder auch wilde Tiere wie Schlangen oder Vogelspinnen. Nach den Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches ist ein Tierhalter aber verpflichtet, für die durch sein Tier verursachten Schäden aufzukommen. Dies gilt sowohl für materiellen Schaden wie auch für Personenschäden. Für einen Hundehalter kann hier schnell eine größere Summe zusammenkommen.

In manchen Bundesländern wurde daher per Landesgesetz bereits die Pflicht zum Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung erlassen. Dies gilt zum Beispiel in Hamburg schon seit dem 26. Januar 2006 und seit dem 01. März 2009 auch in Sachsen. Teilweise gelten diese Gesetze für alle Hunderassen, in manchen Bundesländern nur für Kampfhunde. Empfehlenswert ist die Absicherung natürlich für alle Hundebesitzer, da ein durch einen Hund hervorgerufener Schaden den Halter auch bis ans Existenzminimum bringen kann. Achten Sie beim Versicherungsschutz auf Angebote ohne Leinenpflicht.

Speziell für Hundebesitzer: Vergleich der Hundehaftpflichtversicherung

Schadenbeispiel: Der Hund reißt sich los, läut auf die Straße und verursacht hierdurch einen Autounfall mit Personenschaden . Oder auch, wenn ein sonst so zahmer Hund eine andere Person angreift und schwer verletzt. Hat der Hundehalter keine Hundehaftpflicht, muss er die Kosten für den Schaden selbst zahlen. Diese Verpflichtung gilt dreißig Jahre lang, erst dann verjähren Schadenersatzansprüche. Entscheidend ist hier nicht ein Verschulden wie bei einer Privathaftpflichtversicherung. Selbst ohne ein Verschulden des Tierhalters wird er für die durch seinen Hund verursachten Schäden verantwortlich gemacht.

Versichert ist der Tierhalter und in der Regel auch Personen, die die Aufsicht für den Hund übernehmen, sofern sie dies nicht gewerblich betreiben. Das bedeutet, dass ein durch den Hund verursachter Schaden auch dann versichert ist, wenn zum Beispiel die Nachbarn den Hund in Obhut haben. Allerdings wird die Hundehaftpflichtversicherung nur für einen bestimmten Hund abgeschlossen. Sofern sich der Hundehalter einen neuen Hund anschafft, muss der Vertrag entsprechend geändert werden, da das Risiko von den Versicherungen je nach Rasse unterschiedlich eingestuft wird. Einige Versicherungen schließen zum Beispiel Kampfhunde von der Versicherung aus.

Bei der Wahl der Versicherung sollte man mehrere Anbieter vergleichen, da es hier erhebliche Unterschiede im Leistungsumfang und in den Beiträgen gibt. Wichtig ist es, eine möglichst hohe Versicherungssumme für Personenschäden zu vereinbaren, da man sonst unter Umständen ein Leben lang für Schäden aufkommen muss.